Seite drucken

Kuschelhormon Oxytocin hilft bei Stress

Oxytocin im Speichel messen: daacro’s Saliva Lab erweitert in Kooperation sein Spektrum von Hormonmessungen im Speichel.

Professor Dr. Rainer Landgraf, Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München, einer der weltweit führenden Experten im Bereich Neuropeptide & Verhalten und Gründer von RIAgnosis, hat in einer TSST-Studie Oxytocin im Speichel bestimmt. Oxytocin, ein Hormon der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) und ein Neuromodulator des Gehirns (auch das „Kuschelhormon“ genannt) fördert soziale Bindungen und hilft, Ängste und Stress abzubauen. Diese noch unveröffentlichten Ergebnisse von OXT-Messungen in einer akuten Stresssituation (TSST) lassen das Hormon als potentiell interessanten Biomarker für Studien erscheinen. Die nicht invasive Messung im Speichel erleichtert die Anwendung.

Prof. Dr. Rainer Landgraf erklärt:

„In Studien, die Oxytocin beim Menschen nasal aplizieren und unterstützt durch Befunde von Tierstudien wissen wir, dass das Hormon unsere sozialen Kompetenzen, Vertrauen, Empathie, Partnerbindung und generell pro-soziale Verhaltensweisen fördert, möglicherweise mit dem strukturell verwandten Peptid Vasopressin als potenzieller Gegenspieler.

Dementsprechend wird postuliert, dass psychische Störungen wie Autismus und Schizophrenie mit einem Mangel im Oxytocinsystem assoziiert sind. Tatsächlich scheint Oxytocin das soziale Funktionieren dieser Patienten zu verbessern.

Die oben beschriebenen physiologischen und pharmakologischen Implikationen des Oxytocin erklären den Bedarf, dieses Peptid als Biomarker für ein breites Spektrum emotionaler und sozialer Verhaltensweisen einzusetzen. Im Speichel, Plasma, der Cerebrospinalflüssigkeit und anderen Körperflüssigkeiten bestimmbar, ist es wahrscheinlich, dass dieser Biomarker unser Verständnis der emotionalen und sozialen Regulation, und gleichzeitig der Entwicklung einer wirksamen Therapie für die kausale Behandlung der Psychopathologie, voranbringen wird. Zusammengenommen ist Oxytocin ein attraktives Target für die Wissenschaft, translationale Ansätze sowie für die Klinik.“