
Wissenschaftliche Expertise – eine wichtige Grundlage der klinischen Forschung
EU-Projekte und ihre Bedeutung für die Auftragsforschung
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) erlaubt Angaben über Gesundheitswirkungen in der Werbung oder auf der Verpackung von Lebensmitteln nur, wenn sie durch Studien wissenschaftlich überzeugend belegt sind. Die Qualitätsanforderungen der EFSA an solche Studien sind daher sehr hoch. Neben exzellenten regulatorischen Kenntnissen ist daher die wissenschaftliche Expertise von zentraler Bedeutung in einer Klinischen Studie.
Die wissenschaftlichen Aspekte einer Studienplanung beinhalten dabei:
- eine gründliche wissenschaftliche Recherche zum aktuellen Kenntnisstand des Wirkstoffs und vermuteten Wirkmechanismus
- Kenntnisse zu und Erfahrungen mit bewährten und innovativen neuen Methoden, die sich eignen, die Wirksamkeit zeigen zu können
- profundes statistisches Verständnis für die Interpretation von Publikationen und die Planung der Klinischen Studie.
Fehler in diesem Bereich können gravierende Auswirkungen auf die Ergebnisse der Studie haben und im schlimmsten Fall die Ergebnisse komplett verzerren.
Nun kann das Team eines Forschungsinstituts nicht in allen klinischen Bereichen Experten selbst vorhalten.
Daher ist ein Netzwerk von international anerkannten Experten mit einer intensiven Zusammenarbeit elementar wichtig. Dies geschieht bei daacro zum einen durch den Wissenschaftlichen Beirat und zum anderen durch die Teilnahme an wissenschaftlichen Projekten, die durch die Europäische Union gefördert werden.
Seit 2013 ist daacro Partner des FP7-geförderten Forschungsprojekts „Neurobiology and Treatment of Adolescent Female Conduct Disorder: The Central Role of Emotion Processing“. Das internationale Forschungsprojekt untersucht Störungen des Sozialverhaltens (SSV) bei Kindern und Jugendlichen (Leitung: Prof. Christine M. Freitag, Universitätsklinikum Frankfurt am Main) aus unterschiedlichsten Perspektiven. Ziel des Projektes ist es, die Grundlagen von SSV, besonders bei Mädchen, besser zu erforschen und eine verbesserte Therapie zu ermöglichen. Das Konsortium besteht aus 17 europäischen Partnern (darunter 13 Universitäten) aus acht Ländern. daacros Saliva Lab ist an diesem Forschungsprojekt beteiligt. Zu unseren Aufgaben gehören Beratung, Organisation des Probenmaterials, Analyse der Proben, Übermittlung der Daten und Unterstützung bei der Biostatistik.
Seit 2016 erhält daacro weitere Forschungsförderung: In dem Eurostars-Projekt ActiveNutraLife* wird gemeinsam mit den beiden französischen Firmen Bionov (Robertet Gruppe) und V@si ein Produkt entwickelt, welches den Genesungsprozess von Blutkrebspatienten nach erhaltener Chemotherapie beschleunigen soll. Dieser neue Ansatz kombiniert Nahrungsergänzungsmittel, ein per Bildschirm ins Haus übertragenes Aktivitätsprogramm sowie eine neuartige Stressdiagnostik zur Messung von individueller Erschöpfung (cancer fatigue). Ein solches ActiveNutraLife* Kit soll später von Krankenkassen und Versicherern vertrieben werden.
daacro wird in dem Projekt eine neue Variante der Stressdiagnostik von neuropattern™ entwickeln. neuropattern™ ist ein Verfahren, welches basierend auf psychologischen, biologischen und symptomatischen Informationen eine individuelle Diagnosestellung für stressbedingte Störungen ermöglicht. Dabei kann man 13 stressbezogene Endophänotypen unterscheiden, die sogenannten „neuropattern“. Die für Blutkrebspatienten adaptierte Version, genannt „HEMO-neuropattern“, wird sich auf Endophänotypen der Erschöpfung konzentrieren.
Diese beiden höchst unterschiedlichen Forschungsprojekte dokumentieren gut die wissenschaftliche Anerkennung des daacro Teams und bringen den aktuellen Kenntnisstand aus den Expertenrunden wieder in unsere Arbeit ein.
* ActiveNutraLife – A new complementary medicine approach for the management of chemotherapy side effects
